Seit dem Jahr 2010 hält die Gazprom eine Minderheitsbeteiligung bei der Verbundnetz Gas AG von knapp mehr als zehn Prozent. Aller Voraussicht nach erhält der russische Energieversorger jetzt die Zustimmung des Bundeskartellamtes, zukünftig über die Höhe der Gaspreise mit zu entscheiden, die bei einem Erdgasvergleich ersehen werden können.
Grünes Licht für Gazprom erwartet
Wer bei einem Erdgasvergleich künftig die Preise des größten ostdeutschen Gasversorgers betrachtet, der weiß, dass diese unter anderem auch aufgrund des Mitbestimmungsrechtes der Gazprom erstellt wurden. Der russische Energiekonzern wird aller Voraussicht bald vom Energieunternehmen aus Leipzig Erdgas vergleichen und über die künftige Preisgestaltung mit beschließen dürfen. Noch bis Ende Januar läuft die Frist, dann müssen sich die Kartellwächter entschieden haben. Doch es sieht gut aus für den russischen Versorger, nun endlich seine Ansicht in die Waagschale werfen zu können.
Erdgas vergleichen und auf Gazprom stoßen
Bereits im Jahr 2010 hat die Gazprom ihre Anteile am VNG erworben, doch zunächst hinderten wettbewerbsrechtliche Fragestellungen an einer sofortigen Stimmrechtausübung. Wer in den vergangenen Monaten einen Erdgasvergleich durchgeführt hat, hat somit weiterhin Preise erblickt, die allein vom Leipziger Gasanbieter erstellt wurden. Die Überprüfung eines etwaigen Wettbewerbsverstoßes aufgrund der Zusammenarbeit zwischen der Gazprom, der VBG und der BASF-Tochter Wintershall ist jetzt aber so gut wie abgeschlossen – mit einem höchstwahrscheinlich positiven Ausgang für die Gazprom.
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